Der Neckartal-Radweg

Einige ErFAHRungen auf der Strecke zwischen Rottweil und Plochingen, begonnen
im  September 2000 und aktualisiert für das Teilstück Horb - Plochingen
im Mai 2003 von D. Bock, ergänzt mit TUEPPS-Kommentaren.

In Rottweil-Bühlingen, kurz vor der Brücke der B14, lohnt sich der Anstieg nach links zur 'Stadtmitte'. Im Zentrum Rottweils, am Brunnen, empfiehlt sich der Gang nach links durch die 'Hauptstraße', zugleich Fußgängerzone (Ausschilderung zeigt geradeaus zur Friedrichstraße), an der Stadtinformation vorbei hinauf zum Schwarzen Tor, durch das alljährlich die Narren strömen. Hinter dem Schwarzen Tor nach rechts in die 'Waldtorstraße' kann man dann wieder fahren. Dann geht es geradeaus bis man wieder auf die Ausschilderung trifft. Die Strecke hinab zur Neckarburg und weiter neckarabwärts ist gut zu finden und auch problemlos zu fahren (teilweise Schotter).

In Talhausen muss man über den Neckar zum E-Werk, von dort ist der Radweg, inklusive einer Brücke, neu angelegt bis Epfendorf. Dort geht es kurz vor dem Bahnhof wieder über den Neckar (der Hinweis auf einer rot-weißen Tafel ist schlecht zu erkennen). Man bleibt auf der Straße (K 5563) bis Altoberndorf. Hier werden die Radler wieder über den Neckar gewiesen und fahren auf dem Ostufer durch Oberndorf hindurch und weiter bis hinter Sulz a. N. Über eine ziemlich neue Brücke geht der Radweg auf dem Westufer weiter bis Fischingen. Dort muss man ca. 100 m auf der B 14 fahren !

Weiter geht es am westlichen Hang bis zum Glatt-Tal. Hier ist ein Abstecher zum Wasserschloss Glatt ausgeschildert. Nach Regen ist es jedoch nicht empfehlenswert, für diesen Abstecher den Waldweg zu benutzen, sondern weiter Richtung Horb, um dann auf der Kreisstraße nach Glatt zu fahren.

Im Bereich des Horber Bahnhofs führt der Radweg direkt am Neckar entlang, man fährt unter der Straßenbrücke hindurch, die in die Horber Altstadt führt und gleich darauf unter Bahnbrücke. Der Wirtschaftsweg bis Mühlen a. N. ist asphaltiert; am Ende des Baugebiets in Mühlen geht es wenige Meter abwärts nach links auf der K 4769 bis zum Waldrand (nicht über die Schienen fahren) und dann auf dem Wirtschaftsweg am Waldrand weiter. Auf freiem Feld neckarabwärts von Mühlen wird der Radler über die Bahn gewiesen und dann geht es ca. 10 km auf der L370 weiter. Vor Börstingen an der Neckarbrücke nach Wachendorf wird auf einen Wirtschaftsweg gewiesen, um Börstingen zu umfahren; leider fehlen die nächsten Schilder, so dass man hinter B. auf freiem Feld steht, also auch durch B. hindurch auf der L 370. Zwischen Obernau und Niedernau (zu Rottenburg gehörend) trifft man wieder auf die Ausschilderung des Neckartal-Radwegs.

Die Alternative, neckarabwärts von Mühlen NICHT über die Bahn zu fahren, sondern rechts des Bahndamms zu bleiben und über den Bahnhof Eyach bis Börstingen zu fahren, kann nicht empfohlen werden, denn für eine kurze Strecke, auf Höhe der Firma Buse, wird der Radweg zum Trampelpfad. Hinter Börstingen muss ohnehin auf der Straße gefahren werden, denn in Sulzau (Gemeinde Starzach) breitet sich der Golfplatz im Tal aus. Zwischen Sulzau und Bieringen kann dann noch ein kurzes Stück der Wirtschaftsweg rechts der Straße genutzt werden (Vorsicht Golfbälle !).

Nach Obernau, vor Niedernau, weist der Pfeil auf einen asphaltierten Wirtschaftsweg. In Rottenburg fährt man auf den Marktplatz am Dom. Auf der Ostseite des Domes ist dann eine listige Ausschilderung: an einem Laternenpfahl weist ein Schild in die Stadt-Langgasse; dieses Schild sieht man aber nur, wenn man zur Seite schaut !!! Folgt man diesem Schild, so ist der weitere Weg durch Rottenburg kein Problem. Am Ende des Industriegebiets, in der Siebenlindenstraße, gabelt sich der Radweg; nach rechts werden die Radler nach Tübingen geschickt. Geradeaus zeigt der Pfeil für den Neckartal-Radweg. Fahren Sie gerade aus, Sie gelangen über Hirschau nach Tübingen.

Bahnübergang kurz vor den Schulen in Tübingen

Bahnübergang kurz vor den Schulen in der Uhlandstraße in Tübingen

Hinter Hirschau geht es unterhalb der Weinberge und parallel der Straße wieder auf den Neckar zu. Egal wie die Beschilderung ist: queren Sie den Neckar und fahren unmittelbar HINTER der Brücke am Südufer auf dem Neckardamm in die Stadt Tübingen. Am Ende der Uhlandstraße (links mehrere Schulen, rechts der Stadtpark) geht es nach links auf die verkehrsreiche Neckarbrücke, über die man das Rad besser schiebt, weil man dort von der Platanenallee und der einzigartigen Neckarfront ein Foto schießen wird.

Platanenallee und Neckarfront in Tübingen

Platanenallee und Neckarfront in Tübingen

An der Südostecke ist die INFORMATION des Bürger- und Verkehrsvereins (BVV, hier gibt es Auskünfte für Quartiersuchende und auf der Rückseite ein renovierungsbedürfti- ges Not-WC. Beliebt bei Rad-Touristen ist u.a. das Hotel Metropol im Parkhaus Metropol an der Blauen Brücke ganz in der Nähe, aber wegen der Durchgangsstraßen etwas umständlich zu erreichen).

TUEPPS-Tipp: Gleich nach Unterquerung der Stadtautobahn und schon vor den Schulen die Alleenbrücke überqueren und durch den Fußgänger-Tunnel in die Altstadt fahren. Hinter dem Tunnel ist dann rechts ein Fahrradgeschäft und auf dem Haagtorplatz auch eine Toilette!

In den Fussgängerzonen bitte die Räder schieben. Man verlässt die Altstadt am Neckartor bei der Hauptneckarbrücke, überquert die Mühlstraße und fährt dann weiter die Gartenstraße. (Am Ende dieser Seite ist der Weg durch die Altstadt noch einmal genau erklärt, sogar mit Bildern!)

Gleich am Beginn der Gartenstraße verführt der Biergarten ZUM NECKARMÜLLER zu einer Pause, etwas später im Tennisklub gibt es das ausgezeichnete italienische Restaurant Da Giovanni im Tennisclub, Gartenstraße 80, fon 2 36 95, in dem auch Radfahrer willkommen sind.

Mehr zu Radgeschäften und zum Radverkehr, auch zum berühmten Alltagslieger gibt es hier.

Unmittelbar nach der Brücke geht es nach links in die überaus sehenswerte Altstadt.
(Für den kurzen Abstecher durch die schmucke Neckargasse, vorbei an der Stiftskirche und dann weiter zum Marktplatz mit dem Rathaus nimmt man am besten schiebender- weise die Räder mit.)

Rechts in der Gartenstraße führt der Radweg jetzt nördlich des Neckars weiter. Der entsprechende Hinweis wird häufig durch einen haltenden Bus verdeckt ! In der Gartenstraße gibt es eine Hinweistafel nach rechts in die Hermann-Kurz-Straße. Folgt man diesem Hinweis fährt man eine längere Strecke auf dem geschotterten Neckardamm bis zur Ammer-Mündung. Radler, die schneller vorankommen wollen, fahren in der Gartenstraße geradeaus und treffen an der Ammerbrücke wieder auf die Ausschilderung des Neckartal-Radweges.

Der Weg durch die Neckarauen bis Kirchentellinsfurt (K'furt) ist angenehm zu fahren, jetzt gibt es neckarabwärts von K'furt auch einen Radweg. An Shell-Tankstelle biegt man/frau nach links ein auf die Brücke über Neckar und B27 und rollt dann neben der B27 bis zum Parkplatz Baggersee. Dort geht es unter der B27 hindurch auf den neuen Radweg neben der B297, Vorsicht: unübersichtliche Kurve gleich nach der Unterführung. Unmittelbar vor der Einmündung der Straße von Reutlingen(RT)-Altenburg führt der Radweg unter der Brücke hindurch und dann nahe am Neckar.

Gleich nach der nächsten Straßenbrücke (von RT-Oferdingen) biegt der Radweg nach links (Hinweisschild schlecht plaziert) und führt dann durch die Wiesen unterhalb von Pliezhausen zur neuen Rad- und Fussgängerbrücke (2002) über den Neckar. Die Ausschilderung in RT-Mittelstadt ist verwirrend: gemeint ist eine U-Kurve bei der Auffahrt zur Brückenrampe, auf der flussaufliegenden Seite der Brücke sind Geh- und Radweg vereint. Man/frau überquert den Fluss und gleich nach der Brücke ist auf der anderen Straßenseite das kleine Hinweisschild der Neckartal-Radwegs zu erspähen.

Unmittelbar vor Neckartenzlingen wird der Radweg sehr schmal, man fährt praktisch auf dem Gehweg neben der B 297, über eine Brücke in den Ort hinein und wird auf dem Erms-Damm über eine Fuß-/ Radweg-Brücke wieder auf die linke Seite des Neckar geleitet. Neckarabwärts gibt dann zunächst keine Ausschilderung des Neckartal-Radwegs. Man/frau folgt der Ausschilderung 'Neckartailfingen'. In Neckartailfingen führt der Weg zunächst durchs Industriegebiet. Im Ort gibt es wieder eine Straßenbrücke über Neckar; im Mai 2003 muss man den Fluss noch auf der Straßenbrücke queren, später auf der Radweg- und Fussgängerbrücke, die gerade fertiggestellt wird.

Nach der Brücke geht es in die nächste Querstraße (Richtung Raidwangen). Interessanterweise gibt es an der Einmündung dieser Querstraße für neckaraufwärts fahrende Radler eine Wegweisung nach LINKS und bald darauf wieder nach rechts (Tübingen 23 km). In dieser Richtung wird Neckartal-Radwegs ausgeweisen, nämlich auf der Südseite des Neckar entlang Aileswasen-See und Sportplatz. In Neckartenzlingen an der Ermsbrücke (dort wo neckarabwärts auf den Erms-Damm gewiesen wird) treffen die beiden Radweg wieder zusammen.

Im Bereich des Nürtinger Naherholungsgbiet 'Beiswanger See' ist der Neckartal- Radweg dann wieder ausgewiesen. Hier im Bereich des Beiswanger Sees ist das einzige Teilstück des Neckartalradwegs zwischen Bad Niedernau und Nürtingen, das nicht asphaltiert ist. Noch ein Tipp für diejenigen, die neckarAUFwärts fahren: nach Passieren des Nürtinger Wehrs folgt man dem Schild 'Neckartailfingen' HOCH zur Brücke. Man quert die Wörthbrücke auf dem östlichen Gehweg, dieser ist für Radler in beiden Richtungen freigegeben (auf keinen Fall die B 313/297 queren). Die nächste Straßenbrücke neckarabwärts, die 'Stadtbrücke', wird unterfahren, bei HOCHWASSER wird dieses Wegstück gesperrt. Dann geht es mit den Fußgängern über die Fahrbahn der Stadtbrücke und bei nächster Gelegenheit wieder an den Neckar.

Bis zum Ortsende von Zizishausen - zugleich Ortsende von Nürtingen - ist der Weg gut zu finden. Kritisch ist die Brücke über die Aich, sie könnte für manchen Anhänger zu schmal sein. An Unterensingen und dem Industriegebiet Wendligen vorbei geht es auf dem Radweg parallel zur K 1219. Am Ende der K1219 queren wir die Zufahrt zur B 313 Richtung Nürtingen und sind auf dem geschotterten Neckardamm. Die schmale kleine Brücke über den Fluß ist der Nachbau einer Brücke (Ulrich-Brücke), die ursprünglich vom schwäbischen Universalgelehrten Schickhardt (1602) errichtet wurde. Wir bleiben jedoch - entgegen der Wegweisung - auf dem linken Ufer des Neckar und folgen der Ausschilderung 'Wernau' (Strecke nicht asphaltiert).

Nach mehreren Kilometern auf dem Neckardamm wird der Beginn eines Naturschutzgebietes angezeigt (schwarzer Vogel im grün umrandeten Dreieck). Ein Fahrradsymbol weist weiter auf den Neckardamm. Es ist jedoch empfehlenswert - besonders bei nassen Untergrund - nach links zwischen den beiden Sperrbügeln hindurch zu fahren. Zwischen den beiden Weg-Varianten liegt ein 'Naturschutzgebiet aus zweiter Hand', ein aufgelassener Kies-Abbau. Hinter dem Freibad Wernau und dem anschließenden Freizeitgelände treffen die alternativen Wegen wieder zusammen. An der Pfauhäuser Brücke (Abzweig zum Bahnhof) queren wir den Neckar NICHT, sondern fahren unter der Straßenbrücke hindurch auf der Straße im Bogen hoch bis zum STOP-Schild. Nun geht es nach rechts bis zur Kreuzung und dann wieder nach rechts Richtung Plochingen (Achtung: den linken Weg dicht an der Straße wählen).

Unter dem Kreuzungsbauwerk der B 10 und B 313 hindurch kommen wir auf das ehemalige Plochinger Gartenschaugelände. Auf den Gittersteinen ist es schlecht zu fahren, aber wir bleiben unten bis zur Durchfahrt durch den Straßendamm. Über den Otto-Steg unter der Bahn hindurch geht es in die Stadt. Am Hundertwasser-Haus biegt der Radweg nach rechts in die Fußgänger-Zone. 'Am Fischbrunnen' fahren (oder schieben) wir an der Info-Säule (kenntlich durch die Skulptur) nach links zur Esslinger Straße. Ab hier geht der Radweg durch die Plochinger Innenstadt. An der nächsten Info-Säule (Skulptur) können all die abzweigen zum Bahnhof, die hier die Tour beenden wollen.

Wenn man/frau all das weiß, ist es ganz einfach (nach besten Wissen, ohne Gewähr).


Die optimale Tübinger Altstadtdurchquerung für Radfahrer

Wenn man aus dem Fussgängertunnel unter dem Schlossberg kommt, befindet man sich am Haagtor, im Westen der Altstadt (mit einem Toilettenhäuschen beim Ammerkanal). Hier entscheidet man welchen Weg man nach Osten, über den kleinen Sattel vom Ammertal ins Neckartal wählen möchte.

Platz vor dem Haagtor

Platz vor dem Haagtor

Links geht es entlang des Ammerkanals, durch die Ammergasse. Rechts geht es am Fahradladen vorbei durch die Haaggasse direkt zum Marktplatz mit dem Rathaus, wo beide Wege wieder zusammen kommen. Die Haaggasse nehmen die ganz eiligen oder Freunde von Antiquitätenläden.

Ammergasse in Tübingen, die Räder dürfen auch hier noch durch!

Ammergasse in Tübingen, die Räder dürfen auch hier noch durch!

Die meisten entscheiden sich aber für die Ammergasse links, wegen der vielen Läden und Einkaufsmöglichkeiten und weil sie schöner anzuschauen ist.

An der Krummen Brücke am Ende der Ammergasse überquert man den Ammerkanal und biegt in die Fußgängerzone der Kornhausstraße ein. Ab hier bitte die Räder schieben.

Krumme Brücke zwischen Ammergasse und Kornhausstraße in Tübingen

Krumme Brücke zwischen Ammergasse und Kornhausstraße in Tübingen

In der Kornhausstraße kann man sich mit mit Proviant versorgen oder beim Rimpo ein kleines musikalisches Souvenir aus Tübingen mit nehmen.

Fussgängerzone Kornhausstraße Tübingen

Fussgängerzone Kornhausstraße Tübingen

Beim Musikladen RIMPO biegt man dann in die Marktgasse ein und schiebt den Berg hinauf das Rad bis zum Marktplatz, an dem fast alle dann eine Pause einlegen.

Marktgasse in Tübingen

Marktgasse in Tübingen

Hier wird dann vor dem Rathaus das obligatorische Foto geschossen und es werden bei der Silberburg Souvenis (Regionale Spezialitäten) eingekauft, wenn dies nicht schon vorher in der Marktgasse passiert ist. Hier gibt es auch eine Toilette. Wer das Foto versäumt hat, schickt dann später eine Elektronische Grußkarte!

Eingang zum Marktplatz

Eingang zum Marktplatz, in der Silberburg rechts oben gibt es Souvenirs und Regionales

Nach der Pause verlässt man auf der Ostseite des Markplatzes über die Kirchgasse wieder das Zentrum der Altstadt.

Vom Marktplatz zur Kirchgasse

Vom Marktplatz zur Kirchgasse

Am Ende der Kirchgasse kommt man zum Holzmarkt, dem Platz vor der großen, zentralen Stiftskirche. Auch hier halten die Radler - meist wegen des Marktstandes - gerne an. (Wenige Schritte nördlich die Lange Gasse hinunter ist mit dem PLUS einer der letzten Lebensmittelsupermärkte - z.B. zum Wasser kaufen - in der Altstadt.) Vom Holzmarkt biegt man rechts in die schmucke Neckargasse ein, deren optische Verlängerung dann auch gleich die Gartenstraße ist, die aus der Stadt rausführt.

Die Neckargasse in Tübingen

Die Neckargasse in Tübingen

Dort kann man wieder aufsitzen und weiterfahren. Für diese Durchquerung braucht man etwa 25 Minuten (ohne Pause gerechnet) und man bekommt einen "Eindruck" von Tübingen.

Neckartor, Germaneneck und Gartenstraße

Neckartor, Germaneneck und Gartenstraße

Will man allerdings wirklich was von Tübingen "sehen", dann sollte man so planen, dass man hier wenigstens einmal übernachtet oder später eine kleine Städtereise in die Universitätsstadt am Neckar macht. Das Quartier am besten im Voraus beim Tourismusbüro an der Neckarbrücke bestellen. Oft ist die Stadt wegen Tagungen total ausgebucht.

© (P) 2007 Otto Buchegger Tübingen                             tuepps.de/neckartalradweg.html